
Die Vorgeschichte
Ein Land, in dem die Sonne mittags im Norden steht, in dem es
eierlegende Säugetiere gibt, in dem im Sommer Winter und im
Winter Sommer ist und dessen Einwohner als Lebensmotto "No
worries, mate" haben. Ein Land mit der Fläche der USA und der
Einwohnerzahl von Mexico City.
So bizarr Australien zu sein scheint, so sehr hat es mich
schon immer fasziniert. Und weil nicht nur Australiens Weine,
sondern auch seine Universitäten einen exzellenten Ruf
genießen, war mir ziemlich bald klar, dass ich mein geplantes
Auslandssemester nirgendwo anders als "Down Under" verbringen
werde. Nach ausführlicher Internet-Recherche unter den 35
Hochschulen stand auch bald mein Favorit fest: die University
of Sydney mit dem Studiengang Health Information Management.
Nachdem meine Entscheidung für Sydney gefallen war, brauchte
ich nur nur noch einen Studienplatz. Das hat sich aber leider
trotz der tolle Hilfe des
Institut Ranke-Heinemann etwas schwieriger und vor allem
langwieriger als erwartet gestaltet. Bis man alle notwendigen
Unterlagen zusammen hat, vergehen ohne weiteres eine paar Wochen.
Trotzdem konnte ich bereits Mitte Dezember meine vollständige
Bewerbung für das australische Juli-Semester (Bewerbungsschluss
Ende April) losschicken.
In meiner mir eigenen unbekümmerten Naivität ;) hegte ich damals
noch die Hoffnung spätestens im März eine Zusage der UOS zu
haben.
Nach drei Monaten erhielt ich dann die Nachricht, dass man bei der
Durchsicht meiner Unterlagen festgestellt habe, dass zum einen der
TOEFL fehlt und ich zum anderen die von mir gewählten Kurse nicht belegen
könne. Auf meine Nachfrage, warum ich ausgerecht diese Kurse nicht
wählen kann, hatte man dann aber auch keine Antwort, so dass
zumindest die Kurswahl in Ordnung war. Da die UOS nur die orginalen
Testergebnisse von ETS akzeptiert, habe ich dort eine neue
Ergebnisse angefordert. Leider ist es bei ETS interessanterweise
üblich (laut eigener Website), dass solche Nachbestellungen 14 Tage
lang nicht bearbeitet werden. Schließlich musste meine Kurswahl
noch von der Faculty of Health Science gebilligt werden. Das hat auch
gerade mal noch sechs Wochen in Anspruch genommmen.
Ende gut, alles gut. Jetzt habe ich meinen Studienplatz! Und allen,
die ähnliche Probleme bei der Organisation eines Auslandssemesters
haben, ist meine kleine Geschichte hoffentlich Trost. Oder wie man
in Australien sagt: No worries, mate!
Viel Spaß beim Lesen meines Online-Tagebuchs!
Chris
Nürnberg, im Juni 2005