Kata Tjuta Mi - November 30, 2005

Die kommenden drei Tage werden wir das Red Centre mit dem Uluru, den Kata Tjuta und dem Kings Canyon erkunden. Dazu schließen wir uns einer "Safari" von Adventure Tours an, mit denen ich schon in Tassie und WA sehr gute Erfahrung gemacht habe. Zusammen mit unserem Tourguide Dan und den anderen Teilnehmern machen wir uns morgens auf den Weg nach Yulara, der einziger Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe des Uluru. Während der 400km Fahrt legen wir einige Pausen ein, unter anderem auf der Virginia Camel Farm.

Gegen Mittag erreichen wir Yulara, das heute eigentlich Ayers Rock Resort heißt, angeblich weil der Aboriginalname für Japaner unaussprechlich ist. Das Ganze ist für mich etwas absurd, weil man erst vor wenigen Jahren den Ayers Rock zurück in Uluru umbenannt hat. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter in den Uluru - Kata Tjuta National Park, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist. Unser Ziel sind die Kata Tjuta, was soviel wie viele Köpfe bedeutet. Ähnlich wie beim Uluru ist der englische Name The Olgas seit einiger Zeit nicht mehr die offizielle Bezeichnung. Weil es nicht zu heiß ist, können wir den Valley of the Winds Walk. Auf der Wanderung zwischen den Felskuppeln bieten sich uns phantastische und irgendwie völlig irreale Aussichten.

Zum Sonnenuntergang wollen wir am Uluru sein. Auf dem Weg dorthin verschlechtert sich das Wetter jedoch zusehends. Dunkle Wolken ziehen auf und Blitze zucken über den Himmel. Als wir am Sunset-Lookout ankommen fängt es auch noch zu stürmen an, der rote Outbackstaub ist überall in der Luft und schließlich regnet es auch noch. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als in den Bus zu fliehen und das beste aus der Situation zu machen, nämlich zum Uluru zu fahren. Dort bietet sich uns ein seltener, aber eindrucksvoller Anblick: kleine Wasserfälle stürzen an dem Felsen hinab!

Der Wettergott scheint es wirklich gut mit uns zu meinen, denn kurz vor Sonnenuntergang reist die Wolkendecke im Westen auf. Als wir wieder am Sunset-Lookout ankommen ist direkt neben dem Uluru ein voller Regenbogen zu sehen. Ein unglaublicher Anblick, der ausreichend dafür entschädigt, dass wir wegen des Wetters nicht in Swags, sondern in den festinstallierten Zelten im Yulara schlafen müssen.

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