Port Macquarie Mi - Dezember 21, 2005

Auf der Fahrt in Richtung Süden erreiche ich New South Wales und darf wieder einmal meine Uhr umstellen. Nach knapp 10 Stunden hält der Greyhound gegen 5:30 Uhr in Port Macquarie, der letzten Station meiner Reise an der Ostküste. Da das Hostel meiner Wahl um diese Zeit noch nicht offen hat, heißt es warten. Dabei kommt es zu einer der Begegnungen die so typisch für die Australier sind: Der Besitzer des Cafés gegenüber bringt mir einfach so einen Kaffee vorbei. Er hat sich gerade selbst einen gemacht und gedacht, ich könnte auch einen gebrauchen. Die Freundlichkeit werde ich in Deutschland schwer vermissen.

Port Macquarie ist eine kleine Hafenstadt, die dank ihrer schönen Strände gerade bei den Einwohnern Sydneys immer beliebter als Urlaubsort wird. Ich habe mich mehr oder weniger zufällig dafür entschieden hier halt zu machen, weil ich nicht die ganze Strecke Brisbane - Sydney auf einmal im Bus zurücklegen wollte. Ein Spaziergang durch das Stadtzentrum zeigt mir, dass ich die richtige Wahl getroffen habe: diese Häuser im Kolonialstil verbreiten einfach Atmosphäre.

Vom Zentrum aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Town Beach. Lange halte ich es da aber in der Mittagshitze nicht aus, deshalb entschließe ich mich das Koala Hospital zu besuchen. Das ist tatsächlich ein Krankenhaus für die putzigen Beuteltiere. In der Umgebung von Port Macquarie sie nämlich noch in einer größeren Zahl vor. Ihr Leben ist aber nicht einfach und schon gar nicht ungefährlich: Buschfeuer, Straßenverkehr und Abholzung sind die größten, aber nicht einzigen Bedrohungen. In dem Krankenhaus sind einige Tafeln mit sehr traurigen Krankheitsgeschichten von Patienten aufgehängt, aber auch ein paar Erfolgsgeschichte. Eine tolle Einrichtung.

Gepostet um 08:52 vorm.         |     |