Port Arthur Fr - September 30, 2005

Der letzte Tag der Tour widmet sich hauptsächlich der Tasman Peninsula und dem schon erwähnten Sträflingslager Port Arthur. Diejenigen Gefangenen, die nachdem sie von Großbritannien ans andere Ende der Welt gebracht worden sind, sich wieder etwas zu schulden kommen ließen, wurden auf die Halbinsel verbracht. Am schmalen Verbindungsstreifen zum Festland waren Bluthunde angekettet und kaum jemand entkam je von dort. Heute kann man die Überreste des Lagers in einem Freilichtmuseum besichtigen.

In mancher Hinsicht scheint die Zeit stillgestanden zu sein: in einem Gebäude gab es Zellen für Isolationshaft, wo die Gefangenen absolute Dunkelheit und Stille umgab, in der Absicht die Insassen innerlich zu brechen. Die Methoden und Ziele erinnern doch verblüffend an Guantanamo und Abu Ghraib.

Nach soviel düsterer Vergangenheit - die auch noch vom grauen Wetter unterstrichen wird - kriegen wir auch noch die andere Seite der Tasman Peninsula zu Gesicht. Die Halbinsel hat nämlich einige faszinierende Naturschauspiele an der Küste zu bieten: die Remarkable Caves, Tasman Arch und Devil's Kitchen. Danach geht es leider schon zurück nach Hobart und einer abendlichen Pizza klingt die Reise gemütlich aus.

Gepostet um 09:24 vorm.         |     |