Uluru Do - Dezember 1, 2005

Der Tag beginnt für uns um vier Uhr morgens. Trotz der frühen Stunde herrscht schon rege Betriebsamkeit im Yulara. Fast alle wollen den Sonnenaufgang am Uluru erleben. Hierfür haben wir drei Möglichkeiten: den Climb, den vollen Rundweg oder die Sunrise Viewing Area und den halben Base Walk. Yasmin und ich entscheiden uns für die letzte Möglichkeit. Von den Wolken vom Vortag ist nichts mehr zu sehen, so dass wir das interessante Farbenspiel, das der beginnende Tag auf den Felsen zaubert, in seiner ganzen Schönheit genießen können.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist der Uluru nicht der größte Monolith auf der Erde (der befindet sich irgendwo in Western Australia). Aber er ist von großer Bedeutung für die australischen Ureinwohner. Nach langen Verhandlungen wurde das Gebiet um den Ayers Rock 1985 an die Aborigines zurückgegeben, die es im Gegenzug der Bundesregierung für 99 Jahre zur touristischen Nutzung zur Verfügung stellen. Seitdem trägt der Fels wieder offiziell den Namen Uluru. Zwar ist es prinzipiell möglich den Uluru zu besteigen, doch bitten die Aborigines darum, darauf zu verzichten. Den Gefallen tun wir ihnen gerne und machen uns an den Base Walk, der am Fuß des Uluru entlangführt.

Aus der Nähe sieht man, dass der Uluru nicht so glatt und einheitlich ist, wie er auf Fotos zumeist aussieht: überall gibt es Löcher und Spalten. Auf unserer kleinen Wanderung kommen wir an einem kleinen See, einer Art Höhle mit Felsmalereien und mehreren "sacred sites" vorbei. Am Parkplatz trifft sich die ganze Gruppe wieder und wir machen gemeinsam den Mala Walk, auf dem Dan einiges interessantes zur Kultur der hiesigen Aborigines erzählt. Mehr Informationen gibt es dann im Cultural Centre, bevor wir uns nach einem weiteren Fotostopp und dem Mittagessen auf die lange Fahrt zum Kings Canyon machen.

Auf dem Weg dorthin passieren wir den Tafelberg Mt. Connor, der aus größerer Entfernung wohl öfter mit dem Uluru verwechselt wird, auch wenn die Ähnlichkeiten eher gering sind. Am Abend erreichen wir das Kings Canyon Resort. Während wir den Sonnenuntergang genießen, kocht Dan in sogenannten Camp Ovens, gusseisernen Töpfen mit deckeln, die ins Feuer gestellt werden, das Abendessen. Heute können wir auch in Swags unter dem unglaublichen Sternenhimmel des Südens schlafen. Was will man mehr?

Gepostet um 10:55 vorm.         |     |