Hummer und Schoolies Sa - November 26, 2005

Eine seltsame australische Eigenart sind die überdimensionierten Plastiken, die über das ganze Land verteilt anzufinden sind. Meistens stellen sie eine Produkt, ein Tier oder etwas ähnliches dar, das für die Region typisch ist. So gibt es das große Schaf (Big Merino), den Big Mango, die Big Banana und viele, viele mehr. In Kingston S.E. (S.E. steht für South East) passieren wir den Big Lobster, also den großen Hummer, der am Ortsausgang steht.

Der Princess Highway führt uns weiter zum Coorong National Park, der im wesentlichen aus einer Salzwasserlagune besteht, hinter der der schwerzugängliche Ninety Mile Beach liegt. Da wir kein Allrad-Fahrzeug haben, bleibt uns nur die 42-Mile Crossing und ein längerer Spaziergang zum Strand. Das lohnt sich aber alleine schon deshalb, weil man hier endlich wieder frei atmen kann. Die Salzwasserlagune selbst müffelt nämlich leider empfindlich. Weiter nördlich treffen wir auf eine weitere Laune der Natur: einen See, der - dieses Mal nicht blau, sondern tatsächlich und eindeutig - pink ist. Wohlgemerkt, kommt diese Färbung natürlich zu Stande.

Wenig später endet unsere Straße ziemlich unvermittelt und überraschend im Wasser. Unser Straßenatlas enthält uns nämlich vor, dass man hier aus unerfindlichen Gründen auf eine Brücke verzichtet hat und lieber eine kleine, aber immerhin kostenlose Fähre einsetzt. So setzen wir über und erreichen bald das nette Strathalbyn, das sich nicht ganz zu unrecht historic city nennt. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zu unserem angestrebten Tagesziel Victor Harbour.

Was wir nicht wissen konnten, ist dass ausgerechnet an diesem Wochenende die High-School-Abgänger des Vorjahres (hier immer nur als Schoolies bezeichnet) für eine große Party über den kleinen Ferienort hereinfallen. Deswegen sind alle drei Campingplätze in Victor Harbour komplett ausgebucht. Unsere letzte Hoffnung ist das nahe gelegene Port Elliot und wir haben Glück: keine Schoolies, dafür jede Menge freier Stellplätze.

Am Abend besuchen wir Granite Island, auf der es eine weitere Zwergpinguine-Kolonie gibt. Im Vergleich zu Philipp Island ist es hier sehr viel ruhiger und familiärer. Auf einer netten Führung können wir neben den putzigen Pinguinen auch einen Seehund und einen lustig hüpfenden Doppelpack Possums (Mama mit Kind auf dem Rücken) beobachten.

Gepostet um 12:17 nachm.         |     |