Dass Cairns inzwischen einer der größten
Touristenmagneten Australiens ist, hat die Stadt ihrer großartigen Lage zu
verdanken: im Westen findet man tropische Regenwälder und im Osten das
Great Barrier Reef. Ersteren wollen wir uns heute auf einer Regenwaldtour etwas
genauer anschauen. Unser Tourguide stellt sich als Deutscher heraus, der vor
einigen Jahren wegen des guten Wetters hier hängen geblieben ist. Das
können wir im Moment aber nur sehr bedingt nachvollziehen: die
Luftfeuchtigkeit und Hitze sind schon am Vormittag kaum
erträglich.
Von Cairns aus
geht es zum Eubenangee Swamp National Park, wo wir Vögel beobachten und
dabei auch - aus sicherer Entfernung - ein Salzwasserkrokodil entdecken. Die
Saltis sind in Far North Queensland relativ weit verbreitet und neben den
Quallen der zweite Grund dafür, dass man sich genau überlegen sollte,
wo man baden möchte.
Passend dazu
ist unser nächstes Ziel, die Johnston River Crocodile Farm, wo wir gerade
richtig zur Fütterungszeit ankommen. Seit wilde Krokodile geschützt
sind, haben sich diese Zuchtfarmen zu einem lohnenden Wirtschaftszweig
entwickelt. Gleichzeitig dienen sie als Aufbewahrungseinrichtungen für
Krokodile, die sich ihr Revier in von Menschen bewohnten Gebieten ausgesucht
haben. Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie die extrem träge wirkenden
Tiere mit einem Mal zum Leben erwachen und mit einem großen Satz nach ihrem
Futter schnappen. Und beängstigend. Im Anschluss haben wir dann noch
Gelegenheit ein kleines Krokodil auf den Arm zu nehmen oder eine Schlange um den
Hals zu legen.
Nach dem
Mittagessen erreichen wir endlich den Wooroonooran National Park und mit ihm den
Regenwald, der bei all den Krokodilen etwas zu kurz kommt. Nach einem kurzen
Spaziergang, auf dem wir leider auch kaum etwas interessantes über den
Dschungel erfahren, erreichen wir die Josephine Falls, die uns dringend
nötige Abkühlung verschaffen. Das wiederholt sich noch einmal beim
Devils Pool im Bebinda Creek.
Gepostet um 04:39 nachm.
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