Karijini National Park Sa - Oktober 22, 2005

Für den ersten Morgen hat sich Marc etwas besonderes für uns einfallen lassen: Aufstehen vor Sonnenaufgang, also etwa gegen 4:30 Uhr. Immerhin hat er dafür auch einen guten Grund. Innerhalb der Indee Station gibt es einen Felsen, der so etwas wie der kleine Bruder des Uluru (Ayers Rock) einschließlich Aboriginal Spuren ist, mit dem Unterschied, dass man ihn ohne schlechtes Gewissen besteigen kann. Der Anblick der aufgehenden Sonne über dem unwirtlichen, weiten Land und die daraus resultierenden Farbenspiele sind die morgendlichen Qualen tatsächlich wert. Bei der Rückkehr zu unserem Bus erwartet uns sogar schon das Frühstück.

Bei einem kurzen Zwischenstopp an einem Roadhouse - so eine Kombination aus Tankstelle, Supermarkt und Cafe mitten im Nirgendwo an der Straße - wird klar wie weit weg und abgeschnitten man hier von allem ist. Das Telefon ist nämlich kaputt und damit auch die einzige Möglichkeit Telstra (die australische Telekom) um Reparatur zu bitten. Also muss man warten bis mal jemand in die nächste Stadt fährt.

Gegen Mittag erreichen wir endlich unser Ziel: den Karijini National Park, den zweitgrößten Nationalpark West Australiens. Die erste Anlaufstelle für uns ist das moderne und informative Besucherzentrum, in dem wir mit einem kleinen Film auf die kommenden beiden Tage eingestimmt werden. Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen wir den Platz, an dem wir unser Bushcamp aufschlagen.

Am Nachmittag steigen wir in die Nahe gelegene Dale Gorge hinab und wandern durch die faszinierende, rote Schlucht bis zum Circular Pool. Der kleine natürliche See ist von drei Seiten mit einer hohen roten Felswand umgeben und bringt willkommene Abkühlung. Nach kurzem Badeaufenthalt führt uns der Weg weiter durch die Schlucht zu den Fortescue Falls und einem weiteren Badestopp bis wir schließlich den Fern Pool erreichen, in dem man direkt unter einem Wasserfall schwimmen kann. Es ist hier ein bisschen so wie im Paradies.

Gepostet um 03:30 nachm.         |     |