Gorgeous Gorges So - Oktober 23, 2005

Heute steht ganz im Zeichen der Schluchten: drei völlig verschiedene werden wir im Verlaufe des Tages "erforschen". Wir beginnen mit der Weano Gorge. Der erste Teil des Weges bis zum Handrail Pool ist ein gemütlicher Wanderweg. Wer jedoch weiter möchte, muss durch den kleinen, am Morgen ziemlich kühlen Pool schwimmen, trocken führt kein Weg an ihm vorbei. Dahinter erwartet uns ein schmaler Durchgang, den man teils kletternd, teils schwimmend hinter sich bringen muss. Dann endet der Weg für uns - immerhin mit einem faszinierenden Blick entlang der roten Felsen, die die Schlucht bilden. Wer weiter will, müsste einige Meter nach unten in einen Pool springen und käme selbst dann ohne Seil und Kletterausrüstung nicht viel weiter.

Die zweite, direkt benachbarte Schlucht ist die Hancock Gorge. Der Weg ist noch ein ganzes Stück abenteuerlicher. Hinunter kommt man über eine Leiter, muss sich dann in einigen Metern Höhe an Felsen vorbei zwängen und erreicht schließlich ein natürliches Amphitheater. Doch der spannendste Teil liegt hier noch vor uns: der Spider Walk, bei dem man sich eine subjektiv ziemlich lange Strecke mit Armen und Beinen zwischen zwei Felswänden geklemmt voranarbeiten muss. Dafür erwartet uns danach der Kermit Pool, der dank der Sonne auch schon eine angenehme Badetemperatur hat.

Nach dem Mittagessen fahren wir zum westlichen Ende des Karijini National Parks. Bei der Größe des Nationalparks ist das eine längere Fahrt, die nur von kurzen Stopps an den Jeoffre Falls und dem Mount Bruce unterbrochen wird. Unser Ziel ist die Hamersley Gorge, die den Vergleich mit den beiden Schluchten am Vormittag nicht zu scheuen braucht. In der einen Richtung kann man scheinbar endlos durch die Schlucht schwimmen, in der anderen einem System aus kleinen Wasserfällen, und Pools folgen, das jedes Erlebnisschwimmbad langweilig aussehen lässt. Und so ganz nebenbei taucht die untergehende Sonne alles in phantastische Farben.

Gepostet um 03:31 nachm.         |     |