Great Ocean Road Di - November 22, 2005

Heute liegt die Etappe vor uns, auf die ich mich am meisten gefreut habe: an Geelong vorbei erreichen wir Torquay, den Anfangspunkt der Great Ocean Road! Torquay selbst gilt als Surf-Hauptstadt Australiens. Das wird uns schon klar, als wir noch weit weg vom Strand sind. Nicht wegen Menschen mit Brettern, sondern weil wirklich jedes australisches Surferlabel in der Kleinstadt mit unübersehbaren Läden vertreten ist: von Billabong über Rip Curl und Quicksilver bis zu Cult. Nach dem unvermeidlichen Shopping besuchen wir noch den bekannten Surferstrand Bells Beach.

Die Great Ocean Road wurde nach Ende des Ersten Weltkriegs als Beschäftigungsmaßnahme von heimgekehrten Soldaten erbaut. Heute gilt sie als eine der schönsten (wenn nicht die schönste) Küstenstraßen der Welt. Von Torquay aus geht es direkt an der Küste entlang nach Anglesea und weiter nach Aireys Inlet. Hier machen wir kurz Halt am Split Point Lighthouse. Die Great Ocean Road schlängelt sich kurvenreich weiter und hinter jeder Ecke wartet ein weiterer spektakulärer Blick - gerade als Fahrer weiß man gar nicht, wo man hinschauen soll. In Lorne machen wir einen kleinen Abstecher zu Teddy's Lookout, von dem man einen tollen Blick auf die Küstenstraße hat.

Doch die eigentlichen Highlights liegen erst noch vor uns. Bis Apollo Bay führt die Straße weiter direkt am Meer entlang, bevor sie sich schließlich für einige Zeit ins Landesinnere verabschiedet. Das Cape Otway Lighthouse lassen wir links liegen und erreichen am späten Nachmittag den Port Campbell National Park, den berühmtesten Abschnitt der Strecke, der voller faszinierender Felsformationen steckt. Den Auftakt machen die Gipson Steps, dicht gefolgt von den Zwölf Aposteln, riesige, steilaufragende Felsen im Meer. Einer der Zwölf Apostel ist am Tag bevor ich nach Australien geflogen bin, zusammengefallen.

Bei den Aposteln halten wir uns nur kurz auf, denn um die nächste Ecke liegt die Loch Ard Gorge, eine vom Meer ausgehöhlte Felsenschlucht. In Port Campbell beziehen wir schließlich unseren Campingplatz, um uns gleich wieder auf den Weg zurück zu machen. Das Blowhole an der Loch Ard Gorge ist eher langweilig, aber wir eigentlich wollen wir ja auch zu den Zwölf Aposteln zurück, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Wegen der vielen Wolken wird der zwar wenig spektakulär, aber die Apostel an sich sind schon sehenswert genug.

Gepostet um 12:13 nachm.         |     |