So, es kann
losgehen! Yasmin und ich sind bereit für die große Australienreise. Um
kurz nach 8 Uhr setzt uns das Taxi bei der Maui-Britz-Mietstation in der
Nähe des Flughafen ab. Nach dem unvermeidlichen Papierkram nehmen wir unser
kombiniertes Heim und Fortbewegungsmittel für die nächsten 11 Tage in
Empfang. Zugegebenermaßen, so ganz wohl ist mir nicht als ich mich an das
Steuer des umgebauten Toyota Hiace setze: Linksverkehr, ein nicht gerade
übersichtliches, fremdes Fahrzeug und in der Rushhour durch die
Millionenstadt Sydney.
Überraschenderweise fällt die Gewöhnung an diese etwas anderen
Umstände recht leicht. Größtes Problem stellt der Blinker dar,
dessen Hebel mit dem des Scheibenwischers vertauscht ist. Und so biege ich
einige Male fröhlich wischend ab oder wechsle die Spur. Aber das hindert
uns nicht, dank der Wegbeschreibung von Maui sogar ohne unnötige Umwege,
auf die M4 in Richtung Blue Mountains zu gelangen. Auf halben Weg dorthin liegt
unser erstes Ziel: der Featherdale Wildlife Park mit all den seltsamen
und liebenswerten einheimischen
Tierchen.
Der Tierpark
ist genau die passende Einstimmung auf den Urlaub: viele der Tier, die wir hier
sehen, werden uns in den nächsten Wochen in der Wildnis über den Weg
laufen, nur sind sie hier viel zutraulicher: wir können Känguruhs und
Wallabies füttern und Koalas streicheln. Vom Wombat, über kleine Emus
bis zum Tasmanischen Teufel (der arme wurde gerade vom Wärter eingefangen
und kopfüber am Schwanz gehalten) ist alles vertreten. Doch ihnen allen
stiehlt ein halb weißer, halb farbiger Pfau mit seinem Rad die
Schau.
Nach diesem
kurzen Zwischenstopp geht es nun weiter in die Blue Mountains. Viel Zeit haben
wir aber nicht, so dass wir uns auf das touristische Zentrum Katoomba, den Echo
Point und die Three Sisters konzentrieren. Auf dem Weg zurück Richtung
Sydney versorgen wir uns in dem netten Städtchen Hazelbrook mit den
nötigen Vorräten für die ersten
Tage.
Auf einer
längeren Fahrt über teilweise recht kurvenreiche Straßen geht es
Richtung Süden mit dem Ziel Jervis Bay. Auf dem Weg dorthin kommen wir am
Morton Nationalpark mit den Fitzroy Falls und dem Jersey Lookout vorbei. Kurz
nach Sonnenuntergang erreichen wir schließlich den Booderee National Park
und unseren Campingplatz. Trotz Dunkelheit gibt es ein typisch australisches
Abendessen am BBQ, bei eine Possum-Mama mit ihrem Kind um uns herumschleichen.
Mit einem Spaziergang zum nahen Strand geht der erste Tag der Reise zu
Ende.
Gepostet um 05:24 nachm.
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