Blue Mountains & Morton NP Mi - November 16, 2005

So, es kann losgehen! Yasmin und ich sind bereit für die große Australienreise. Um kurz nach 8 Uhr setzt uns das Taxi bei der Maui-Britz-Mietstation in der Nähe des Flughafen ab. Nach dem unvermeidlichen Papierkram nehmen wir unser kombiniertes Heim und Fortbewegungsmittel für die nächsten 11 Tage in Empfang. Zugegebenermaßen, so ganz wohl ist mir nicht als ich mich an das Steuer des umgebauten Toyota Hiace setze: Linksverkehr, ein nicht gerade übersichtliches, fremdes Fahrzeug und in der Rushhour durch die Millionenstadt Sydney.

Überraschenderweise fällt die Gewöhnung an diese etwas anderen Umstände recht leicht. Größtes Problem stellt der Blinker dar, dessen Hebel mit dem des Scheibenwischers vertauscht ist. Und so biege ich einige Male fröhlich wischend ab oder wechsle die Spur. Aber das hindert uns nicht, dank der Wegbeschreibung von Maui sogar ohne unnötige Umwege, auf die M4 in Richtung Blue Mountains zu gelangen. Auf halben Weg dorthin liegt unser erstes Ziel: der Featherdale Wildlife Park mit all den seltsamen und liebenswerten einheimischen Tierchen.

Der Tierpark ist genau die passende Einstimmung auf den Urlaub: viele der Tier, die wir hier sehen, werden uns in den nächsten Wochen in der Wildnis über den Weg laufen, nur sind sie hier viel zutraulicher: wir können Känguruhs und Wallabies füttern und Koalas streicheln. Vom Wombat, über kleine Emus bis zum Tasmanischen Teufel (der arme wurde gerade vom Wärter eingefangen und kopfüber am Schwanz gehalten) ist alles vertreten. Doch ihnen allen stiehlt ein halb weißer, halb farbiger Pfau mit seinem Rad die Schau.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp geht es nun weiter in die Blue Mountains. Viel Zeit haben wir aber nicht, so dass wir uns auf das touristische Zentrum Katoomba, den Echo Point und die Three Sisters konzentrieren. Auf dem Weg zurück Richtung Sydney versorgen wir uns in dem netten Städtchen Hazelbrook mit den nötigen Vorräten für die ersten Tage.

Auf einer längeren Fahrt über teilweise recht kurvenreiche Straßen geht es Richtung Süden mit dem Ziel Jervis Bay. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Morton Nationalpark mit den Fitzroy Falls und dem Jersey Lookout vorbei. Kurz nach Sonnenuntergang erreichen wir schließlich den Booderee National Park und unseren Campingplatz. Trotz Dunkelheit gibt es ein typisch australisches Abendessen am BBQ, bei eine Possum-Mama mit ihrem Kind um uns herumschleichen. Mit einem Spaziergang zum nahen Strand geht der erste Tag der Reise zu Ende.

Gepostet um 05:24 nachm.         |     |